Entrepreneurship Summit 2021 Berlin: New Work – New Culture

Theorie und Praxis der Neuen Arbeit nach Prof. Frithjof Bergmann

mit Sebastian Becker, Prof. Dr. Andreas Gebhardt, Franz Nahrada, Gerd Neuner, Günter Thoma, Andy Mayer

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Die Große Transformation

Der Entrepreneurship Summit vom 22. – 24. Oktober 2021

Der Summit in Berlin ist einer der größten Gründerveranstaltungen Deutschlands und lädt die Teilnehmer dazu ein, gemeinsam an unternehmerischen Lösungen für eine gerechtere, enkeltaugliche und sozialere Zukunft zu arbeiten.

Wir müssen schneller agieren, als es die Politik erlaubt. Intelligente Produkte und neue, nachhaltige Konzepte können Kunden, Nutzer, Menschen begeistern. Erfolgreiche Entrepreneure haben immer auch die Probleme ihrer Zeit aufgegriffen, und damit in ihrem Bereich eine Geschwindigkeit des Wandels erreicht, die zuvor nicht für möglich gehalten wurde.

Unsere gesamte Wirtschaft, praktisch alle Branchen und Unternehmen MÜSSEN in zehn Jahren komplett anders aussehen. Also lassen Sie uns JETZT damit anfangen. Die Große Transformation ist eine Menschheitsaufgabe – und eine Chance für Entrepreneure.

Gemeinsam mit hunderten Entrepreneuren kommen wir ins MACHEN kommen. Eine neue Zeit bricht an.

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1HWork@Ars Electronica

1 H(our) Work ist ein Projekt über den Wert von Arbeit. Das Projekt und sein Thema democratic decentralized economy wurde zwischen 8.-12. September bei dem Ars Electronica Festival 2021 verhandelt. Das Festival unter dem Motto`A New Digital Deal ´ fand als hybrides Event physisch mit zahlreichen Besuchern in Linz am schönen Campus der Johannes Kepler Universität sowie an anderen Orten in der Stadt statt und wird im Netz zusammen mit 86 Ars Electronica Gardens weltweit weitergetragen.

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Ästhetische E-Mobilität aus dem DIY Baukasten. Das ZUV – ein Selbstbaulastenfahrrad von EOOS Next. 3D gedruckt und aus recyceltem Plastik.

 
 

democratic decentralized economy –

1HWork fragt: Wie schaut fairer sozialer und technologischer Wissenstransfer in der Community Production aus und wie kann man das attraktiv mit dem Wert von Arbeit verknüpfen?

artèQ      EOOS NEXT      Future Work Lab     Marina Freccia    Bil Brown     Ilja Weisz

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Das Ars Electronica Festival beschäftigte sich heuer unter dem Titel “A new Digital Deal” mit der Frage nach unseren Handlungsmöglichkeiten und Handlungsfähigkeiten.

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Er lässt die Welt nicht in Ruhe

Frithjof Bergmann im Gespräch mit Katja Diehl über Mobilität. David Helmbold mischt sich kompetent ein. Sie „lassen die Welt nicht in Ruhe“ Katja und die weisen Männer, charmant und witzig – Love it ♥️

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=6ML9MwbsZ2Y

GESPRÄCH UNTER FREUNDEN

VOL I

Ein Gespräch unter Freunden – unter diesem Motto startet die Reihe mit Gründungsvater und langjährigem Wegbegleiter Frithjof Bergmann.

Mit dabei:

Gerd Neuner & Michael Dolz

schaut rein und freut euch auf mehr…

DiWiSH-Fachgruppe NEW WORK

Wir informieren gerne:

Auftaktveranstaltung „New Work – New Culture“ der DiWiSH.

Mit von der Partie auch NANK-Weggefährte Thomas Schneider – Gründer des SocialThinktank NANK Co:llaboratory- (Neue Arbeit – Neue Kultur Wien).

Es wird bei Teilnahmewunsch um eine Anmeldung gebeten, hier der Link:

https://www.diwish.de/fachgruppen-termin/diwish-fachgruppe-new-work-arbeit-die-wir-wirklich-wirklich-wollen-und-eine-kultur-die-uns-staerkt.html

Wann: 23.03.2021

Uhrzeit: 18-19:00 Uhr

Wo: online

Teilnahme kostenlos

Neue Arbeit im Stresstest.

Es wird New Work genannt – Exkursionen in allgemeiner Strapazierfähigkeit eines Begriffes.

So schnell kann es dann doch gehen, das auf einmal ist alles anders ist.

Auf einmal ist alles Altbekannte futsch und die oft beschworenen, herbei geredeten Wunschrealitäten neuer 360°-Digital-Flexibilität müssen urplötzlich ihre Tragfähigkeit unter Beweis stellen. 

Die Virus-verordnete Betriebspause auf nahezu allen Ebenen des gewohnten, zivilen Lebens stellt Gesellschaften nun vor die Frage nach einer Möglichkeit, flexibel auf diese strukturelle Zwangspause zu reagieren. Die Stilllegung des Produktions- und Arbeitslebens trifft alle Volkswirtschaften, jedoch in unterschiedlichem Maße, in Abhängigkeit des Digitalisierungs- und Wissensgrades, auf dem sich ihre Volkswirtschaft aufbaut.

Arbeit ist ein grundlegendes Prinzip, ein Bestandteil allen menschlichen und gesellschaftlichen Lebens. Während lange relativ klar war, was Arbeit ist, wird heute immer öfter von „Work“ gesprochen. Was aber ist „Work“? Ist „Work“ exklusiv? Ist „Work“ etwas anderes als „Arbeit“? Und vor allem auch, was soll „New Work“ sein? 

Was relativ schnell ablesbar wird an medial geführten Diskursen und in Berichterstattungen ist, dass je produktiver der Grundcharakter der Arbeitsverrichtung ist, desto eher werden die Tätigkeiten mit dem „alten“ Begriff der „Arbeit“ deklariert. Je moderner, digitalisierter in ihren Abläufen und wissensbasierter Tätigkeiten sind, desto eher entsprechen sie dem, was Menschen sich unter „Work“ vorzustellen scheinen.

Greifen wir uns zwecks Beleuchtung einen Ausschnitt aus dem fuzzy Kosmos der modernen „New Work“ heraus – die Möglichkeit dezentral, räumlich und zum Teil auch zeitlich selbstbestimmt zu arbeiten. Leider scheint es so zu sein, dass das Attribut „new“ das Gütekriterium für eine ganz bestimmte Art von Arbeit ist, die vornehmlich bestimmten gesellschaftlichen Gruppen vorbehalten scheint. 

Umfragen zeigen, dass New Work, verstanden als Heimarbeit durch die virusverordnete Betriebspause einen enormen Schub erhalten hat. Auch wenn es hierzu unterschiedlichste Erhebungen mit variierenden Datenmaterialien gibt, so taxiert die Steigerungsrate der nun „New Workenden“ immer im Bereich von 10% + x.

In den sich überschlagenen Berichterstattungen geht es stets um „Manager und ihre Mitarbeiter“. Damit sind qualifizierte Wissensarbeiter gemeint und explizit nicht der Rest der arbeitsfähigen und arbeitenden Bevölkerungsschichten. Und der ist immer noch größer als der Anteil der Wissensarbeiter in Bezug auf die erwerbsfähige Gesamtbevölkerung.

Der „New Work“ Begriff in der modernen Bedeutung bettet sich damit ein, in nur ganz bestimmte gesellschaftliche Milieus, nämlich solche, die auf Ressourcen der Selbstoptimierung und Selbstentfaltung emanzipiert zugreifen können. Dies ist aber nicht die große Masse derjenigen, die entweder um ihren Job bangt oder an vorderster Front für die überlebensnotwendige Versorgung der Gesellschaft grade steht: Kassier*innen, Pfleger*innen usw.

Betrachten wir diese Melange aus Frithjofs Perspektive unter dem Aspekt des Verlusts von Begierde, so liegt die Einsicht nahe: Die einen können „wollen“, die anderen müssen „müssen“. Homeoffice versus Gesellschaftsarbeit und Kurzarbeit und Entlassungen. Das kann schnell sehr existentielle Folgen haben. So zeigen aktuelle. Repräsentative Erhebungen, dass die Anzahl der Covid19-Toten in Regionen, in denen viel Homeoffice praktiziert wird, gerechnet auf 100.000 Einwohner deutlich unter denen von Regionen liegt, in denen weniger Homeoffice umgesetzt wird.

Der Begriff „New Work“ und seine aktuelle Verwendung sind damit Sinnbild eines Phänomens von Eliten – und entsprechend auch nach deren Gusto inhaltlich hinterlegt. Frithjofs Sinne und Ambitionen entspricht das in dieser Exklusivität nicht. Ebenso wenig ist der Begriff in diesem Verständnis geeignet, um ein Werkzeug für gesamtgesellschaftliche Verbesserungen in denen heute, und künftig noch mehr, herausfordernden Zeiten zu sein. 

So lange Arbeit nicht ganzheitlich auf alle Sphären menschlichen Lebens (Wohnen, Arbeiten, Freizeiten) und vor allem auch nicht ganzheitlich auf alle sozialen Ebenen einer Gesellschaft angewendet wird, und entsprechend ganz bewusst Menschen einbezieht, die Überwindungsherausforderungen in Richtung neue Technologien gegenüberstehen, müssen wir nicht über eine „New Work“-Perspektive im NANK-Sinne nachdenken – neue Arbeit, neue Kultur.

Laborieren wir dran.

GASTBEITRAG: NEW WORK – Ganz ehrlich?!

NEW WORK – Ganz ehrlich?!

Dass es „New Work“, Frithjof sei Dank, nach Jahrzehnten bis ganz nach oben in die Diskurse über „neue Arbeit“ geschafft hat ist toll. Was allerdings heute meistenfalls unter „New Work“ verstanden, und als „New Work“ verwertet wird, ist sehr erstaunlich. Mit der ursprünglichen, inhaltlichen Intention hat das wenig zu tun. Das ist schade!  „New Work“ ist mehr als die Mode für die digitalen Wissenseliten unserer Gesellschaft mit Möglichkeiten für dezentrale Arbeit und zeitliche Unabhängigkeit oder das Arbeiten in coolen Offices.  New Work will alle Menschen mitnehmen! Ob sie sich nun mit Digitalisierung auskennen oder nicht. Ob sie Wissensarbeiter sind oder nicht. Ob sie in hippen Branchen arbeiten oder nicht. Frithjof meint mit New Work ein Modell wie sich Gesellschaft neu organisieren kann!  In dem alle Menschen „mitgenommen“ werden. In dem Menschen füreinander einstehen. In dem das Wohl Aller und nicht nur Mancher wichtig ist. Mit dem Leitgedanken „New Work“ soll Gesellschaft für Alle gelingen.  Dafür machen wir uns auf den Weg!